Ursprung und Bedeutung
„Homo Ludens – Vom Ursprung der Kultur im Spiel" (1938) ist das Hauptwerk des niederländischen Kulturhistorikers Johan Huizinga. Darin argumentiert er, dass Spiel nicht nur ein kulturelles Produkt ist, sondern der Ursprung und die Grundlage menschlicher Kultur schlechthin.
Kernthese
Huizinga definiert Spiel als freiwillige Tätigkeit, die außerhalb des „gewöhnlichen Lebens" stattfindet, zeitlich und räumlich begrenzt ist, eigenen Regeln folgt und Gemeinschaft stiftet. Recht, Krieg, Kunst, Wissenschaft und Religion hätten alle spielerische Ursprünge.
Kritik und Rezeption
- Huizingas Spielbegriff wird als zu weit und kulturalistisch kritisiert
- Roger Caillois erweiterte und differenzierte das Konzept in „Les jeux et les hommes" (1958)
- In der modernen Spielwissenschaft gilt das Werk als unverzichtbarer Ausgangspunkt